Eine intermediale Literaturkritik von Jason Cerini

Robert Musil ist ein berühmter österreichischer Autor slowenischer Herkunft, der am 6. November 1880 in Klagenfurt geboren wurde und am 15. April 1942 in Genf gestorben ist. Er ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten der österreichischen Literatur, aufgrund seiner Fähigkeit, die Komplexität der menschlichen Verfassung und der österreichischen Gesellschaft seiner Zeit zu erfassen. Zu seinen berühmtesten fiktionalen Werken gehört „Der Mann ohne Eigenschaften“, ein Werk, das sich mit dem Existenzialismus anhand von Charakteren beschäftigt, die versuchen, ihrem Leben und ihrer Existenz in einer sich verändernden Gesellschaft einen Sinn zu geben. Im Jahr 2013 wurde sein Buch von Nicolas Mahler, der für seinen minimalistischen Stil bekannt ist, als „Graphic Novel“ adaptiert. In dieser Reflexionsarbeit werden wir uns in einem ersten Teil fragen, inwiefern dieses Buch intermedial ist. Dann werden wir uns über die Beziehung zwischen Text und Bild beschäftigen und am Ende werden wir uns mit der Beschreibung der Bilder des Zeichnenstils beschäftigen.

Zuerst kann man behaupten, dass dieses Werk intermedial ist, denn es versucht, ein bekanntes literarisches Werk mit einem anderen Medium zu interpretieren. Musils‘ Werk umfasst 1800 Seiten und besteht aus vielen geschriebenen Texten, wohingegen die Adaptation Mahlers 158 Seiten umfasst und aus wenigen geschriebenen Texten aber aus vielen Illustrationen besteht, die den Leser aktiver in das Verständnis des Buches einbezieht.

Darüber hinaus können wir sagen, dass der Text eine Ergänzung zu den Bildern darstellt, da er mehr Informationen zum Kontext liefert, obwohl die paar Sätze, die sich in dem Buch befinden, mir nicht weitergeholfen haben, die Botschaft, die Geschichte des Buches im Detail zu verstehen.

Außerdem sind in diesem Buch die Zeichnungen einfach und nicht sehr farbenfroh. Beispielsweise ist der Mann ohne Eigenschaften in Weiß mit schwarzem Umriss gezeichnet, während die anderen Charaktere in Grün gezeichnet sind. Das zeigt uns, dass es einen Kontrast zwischen ihm und den anderen Figuren gibt.

Zum Schluss kann man sagen, dass dieses Werk intermedial ist, denn es versucht, ein bekanntes literarisches Werk mit einem anderen Medium zu interpretieren. Meine Meinung darüber ist ein bisschen negativ, denn für mich müsste der Autor mehr Text einfügen, sodass der Leser, der nicht das originale Werk gelesen hat, mehr in Details über das Buch versteht.